Writresscorner Blog – Back to the roots

So, Ihr Lieben, gestern habe ich es getan, ich bin bei Facebook ausgestiegen. Ich habe dort meinen Account gelöscht und habe mich entschieden, ein Back to the Roots anzugehen.

Meinen alten Writresscorner Blog gibt es nicht mehr, also habe ich einen neuen aufgemacht. Dort wird sich jetzt alles sammeln, Schreiben, Lesen, Leben und überhaupt, alles wird sich dort einfinden.

https://writresscornerblog.wordpress.com/

Ich habe lange mit der Entscheidung gekämpft, mich aus Facebook zu verabschieden. Letztendlich fiel es mir denn doch leicht. Einmal ist es ein Zeitfresser und es ist oberflächlich. Lesen, Liken, vergessen. Alles eins. Dazu noch die Hasstiraden von Rechts.

Ich bin auch weiterhin in einem sozialen Netzwerk. Einmal bin ich auf Google+ zu finden, aber hauptsächlich hier: http://roundof.org/

Doch die Hauptsache wird die neue Writresscorner sein. Lange habe ich gedacht, ich muss alles trennen, Rezensionen, übers Schreiben und so weiter. So komisch es klingt, irgendwann kam ich mir zerstückelt vor und das soll nicht so sein.

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Hamburg und Schreiben

ja_kirsche_2016

Gestern war ich seit langem einmal wieder in Hamburg und habe meine Tochter besucht. Von meinen Enkeltöchtern, war nur die jüngere da. Melinda hat sich aber deutlich gefreut, ihre Oma zu sehen und Jenni war auch froh, wieder einmal mit Muttern plauschen zu können. Ich bin sehr stolz auf meine Tochter und wie sie ihr, nun wirklich nicht einfaches, Leben meistert. Alleinerziehend mit zwei Kindern ist wahrlich kein Spaziergang.

Ein wenig erstaunt war ich, wie weit der Frühling 100 km südlich von Kiel, schon voran geschritten ist. Hier blüht es noch nicht so prachtvoll.

Schreiben im Zug

Ich würde gerne öfters zu Besuch nach Hamburg fahren, aber so einfach ist es nicht. Einmal ist es ein recht langer Weg und zum anderen ist es teuer. Dich eine Verbesserung gibt es. Mittlerweile sind einige Wagons im Regional Express auch in der 2. Klasse mit Tischen ausgestattet, auf denen man ein wenig arbeiten kann. Es geht ja immer noch weiter mit der Abseits Geschichte, die mittlerweile so einige Metamorphosen durchlaufen hat. Ich habe noch nie etwas geschrieben, für das es soviel Recherche brauchte.

Weltenesche2

Dieser Riesenschinken ist ein sehr wichtiges Nachschlagewerk. Den habe ich aber in Kiel gelassen, der war mir einfach zu schwer für unterwegs.

 

 

Technik verdrossen

Möglichkeiten

Vor gut zwei Jahren habe ich mir ein superduper-das(angeblich)feinstevomfeinsten Notebook gekauft. Nun hat es Macken. Unglaublich. Tastatur hakt. W-Lan funktioniert nur wenn es Lust hat und von einer übertriebenen Arbeitsmoral kann man da nun wirklich nicht sprechen. Jedenfalls ist natürlich gerade einmal wieder die Garantie abgelaufen. Ich bin nicht gut gelaunt, stelle ich fest. Im Laufe der Jahre hat sich hier eine Menge Elektromüll angesammelt. Manchmal würde ich gerne auf jedwede Technik verzichten, aber dann könnte ich ja auch nicht hier im Netz rumjammern.

Schreibzeit

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Die letzten Wochen und Monate war ich auf so vielen Baustellen unterwegs, dass ich mich total verzettelt habe und ich schließlich nicht mehr zurecht kam. Eigentlich litt alles darunter. Der Verlag, weil ich ja Schreibzeit brauchte. Das Schreiben, weil ich mich ja auch um den Verlag kümmern musste und meine Auszeiten auch, weil ich ja ohne schlechtes Gewissen nicht mehr pausieren konnte. Das hat ganz entschieden seinen Tribut gefordert. Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und dauernde Unzufriedenheit waren die Folge und gestern habe ich denn eingesehen, dass es so nicht weiter geht. Herr Braun und ich haben uns also in eine Café verzogen und haben uns Gedanken gemacht, wie wir die Situation verändern können. Auch Viktor war klar, dass ich Entlastung brauche. Also haben wir uns entschieden, einige Projekte zu verschieben und Viktor wird sich um die Arbeiten in Sachen Verlag kümmern, die ich bis dato wahrgenommen habe. Bis Ende des Monats wollen wir eine Übergabe der Arbeiten hinbekommen und ab Mai ist meine Hauptaufgabe das Schreiben. Darauf freue ich mich.

 

Montagsrunde

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Wenns doch endlich mal alle täten, also Liebe machen, statt dauernd Krieg führen. Das Leben könnte so schön sein.

Heute morgen habe ich mich als erstes geärgert. Ich gucke bei Facebook rein, um zu erfahren was es so neues gibt und lese von den Panama Papers. Das war es aber nicht, was mich so besonders geärgert hat. Steuerhinterziehung bringt mich immer auf die Palme, aber richtig wütend hat mich die einseitige Darstellung in Zeit, Süddeutsche und noch einigen angeblich objektiven Zeitungen geärgert. Da wurde hauptsächlich Putin erwähnt und sein Konterfei zierte den Artikel. Versteht mich nicht falsch, ich halte Putin für genau so rücksichtslos, korrupt und widerlich, wie die meisten Politiker, aber so geht es einfach nicht. Das ist bewusstes Schüren von Animositäten.

Da ich keine Lust hatte, mich weiter zu ärgern, haben wir zum Frühstück Druckfrisch geguckt. Meine Lieblingsbüchersendung übrigens. Fazit: Die Wunschliste ist noch ein Stück länger geworden. Ein Buch, dass ich gerne lesen würde, aber mich scheue es anzugehen ist „Goldener Handschuh“ von Heinz Strunk. Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass ich es doch irgendwann lese, aber nicht im Moment. Im Moment fühle ich mich nicht stabil genug, mich in die Abgründe der menschlichen Gesellschaft zu begeben. Ich sehne mich nach Schönheit.

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… und darum habe ich mir heute einen Strauss Rosen aus fairem Handel gegönnt.

 

Hühnergötter und die Produktivität des Nichtstun

Hühnergott

Sonntags ist ja Familienspaziergehtag. So auch heute. Angenehm war es, auch wenn der Himmel bedeckt war. So haben wir dann eine Runde kreuz und quer durch die Stadt gemacht und uns immer in verdächtiger Nähe zur Eisdiele gehalten. Beim ersten Anlauf gab es keinen Platz im Außenbereich, also haben wir noch eine Runde gedreht und das war gut so. Wir gingen durch die Sandkuhle und dort habe ich einen Lochstein, einen sogenannten Hühnergott, gefunden. Mitten in der Stadt. Meistens findet man sie am Strand. Obwohl, meinen ersten Hühnergott habe ich nicht direkt am Strand gefunden. Da waren wir in Bülk spazieren und ich beschwerte mich fortwährend, dass anscheinend jeder schon einmal einen Hühnergott gefunden hätte, nur eben ich nicht. Wir kamen zurück zum Parkplatz und wollten einsteigen, da sehe ich auf einem Pfeiler einen Stein, scheue ihn mir an und es ist ein Hühnergott.

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Diese Steine, sagt man, bringen Glück. Das kann ich auch gebrauchen, da ich gerade von einer Idee beseelt bin. Das kommt vom Nichtstun. Das übe ich ja zur Zeit. Es klappt noch nicht so gut, denn wenn ich nichts tue, kommen mir lauter Gedanken, was ich tun könnte oder schon immer mal tun wollte. Anscheinend sind die Nichtstun Phasen extrem wichtig und produktiv.

Nichtstun ohne schlechtes Gewissen

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Gesehen in Galerie Wirklich

Ich übe mich zur Zeit in Selbstoptimierung. Das Ziel ist, endlich kein schlechtes Gewissen mehr zu haben, wenn ich nichts tue. Da habe ich schon Berufe, die eine recht freie Zeiteinteilung erlauben und könnte eigentlich die eine oder andere Auszeit genießen und dann klappt es zwar mit der Auszeit, aber nicht mit dem Genießen. Gut gestern den Ausflug ins Stadtmuseum Schleswig mit Mann und Schwager, den habe ich genossen … solange wir unterwegs waren. Sowie wir wieder in heimischen Gefilden waren ging es los: Du musst … Du solltest … eigentlich hättest du …, und dann das Fazit: So kann es ja nichts werden! So kriegst du nie was fertig! Und da ist sie denn auch wieder, die süße Stimme meiner Mutter: Du bist faul! Von wegen Schreiben wollen, alles ausreden, um keine anständige Arbeit zu machen. Einfach nur rumsitzen und Löcher in die Luft starren, beweg deinen Hintern und arbeite endlich! Immer nur Bücher … das ist doch nicht das richtige Leben!

Ich glaube mein Angang zur Selbstoptimierung ist dringend notwendig. Ich bin 58 Jahre alt und immer noch macht mich meine Mutter, die übrigens tot ist, fertig. So geht das nicht weiter. Ab sofort wird nichts getan, wenn immer mir nach nichts tun ist und wenn ich anfange ein schlechtes Gewissen zu kriegen, muss ich noch eine Stunde länger nichts tun. Wäre doch gelacht, wenn ich mich nicht endlich einmal erzogen kriege.